 Diese Art von Lokalen wurden in Katalonien gegen Ende des 19. Jahrhunderts, Anfang des 20. Jahrhunderts errichtet, und stellten eine Antwort auf die Bedürfnisse der verschiedenen gesellschaftlichen, politischen und kulturellen Bewegungen dar, die in jener Zeit in unserem Land entstanden. Oft wurden sie im Zeichen des Jugendstils erbaut und waren eigentlich vorrangig als Gaststätten angelegt, verwandelten sich jedoch schnell in Gesellschaftslokale und Treffpunkte, in denen sich die verschiedenen politischen Gruppen miteinander austauschen konnten. In diesen Zentren haben sich dann Grundbesitzer, Angestellte, Geistliche, Händler und Arbeiter getroffen. Auf diese Weise wurden sie zu kulturellen und politischen Brutstätten, die eine wichtige Rolle im täglichen Leben einnahmen. Nach dem Bürgerkrieg verlor sich diese politische Bedeutung dann, aber viele dieser Lokale haben sich bis heute erhalten und erfüllen nach wie vor eine wichtige Rolle im kulturellen oder sozialen Leben unseres Landes, da sich hier nach wie vor Jung und Alt miteinander austauschen. Die meisten Besucher kommen hier zur Kaffeezeit zusammen, nach dem Essen, oder um nach dem Abendessen noch einen Verdauungsschnaps zu genießen. Am Wochenende ist hier einiges los. Die Kunden reden, diskutieren, kritisieren, lachen, trinken, schauen sich Fußballspiele an, und spielen vor allem Karten. Einige dieser Lokale, z.B. La Sala in Torroella de Montgrí, El Fraternal in Palafrugell, oder das Casino dels Nois in Sant Feliu de Guíxols, haben die Fassaden und die Innenausstattung der Jahrhundertwende erhalten und man kann dort heute noch die riesigen Holztheken und die alten Marmortische bewundern.
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